Wer bestimmt hier eigentlich, was schön ist? Broschüre zu Essstörungen

Wer bestimmt hier eigentlich, was schön ist? Broschüre zu Essstörungen
Bereits 2001 hat die Frauenberatung Verden das Präventionsprojekt „Wer bestimmt hier eigentlich, was schön ist“ durchgeführt. 20 Schulen aus dem gesamten Landkreis haben sich daran beteiligt. Das Projekt hatte das Ziel, Mädchen und jungen Frauen Gelegenheit zu geben, die Botschaften zu Schönheit und Figur zu hinterfragen und über das Thema Ess-Störungen zu informieren.

Auch heute, 10 Jahre später, hat sich die Aktualität des Themas nicht verringert. Die in der Öffentlichkeit propagierten Körperbilder folgen den gleichen Idealen. Mehr als 500 Diäten sind auf dem Markt, die suggerieren, dass es nur eine Frage der Willensstärke ist, schlank zu sein. In unserer Gesellschaft ist es immer noch chic, schlank zu sein. Sportlich, jung, schlank, erfolgreich…glücklich. Das verspricht die Werbung in vielen Zeitschriften. Alles ist veränderbar, alles ist erreichbar, wenn man nur will. Somit gilt auch der Umkehrschluss: wer nicht dünn, schön und sportlich ist, ist selbst daran Schuld. Studien belegen, dass 30% aller Mädchen zwischen 14-17 Jahren (Quelle: KiGGS-Studie, 2008) und 14% aller Jungen Hinweise auf Ess-Störungen zeigen.

Mädchen und Jungen im Umgang mit gesellschaftlichen Schönheitsidealen zu sensibilisieren, Lehrkräften und anderen in der offenen Jugendarbeit Tätigen dabei eine Handreichung zur Prävention zur Verfügung zu stellen, war ebenfalls Ergebnis des Projektes.

Im Juli 2011 hat die Frauenberatung mit finanzieller Unterstützung der Monika-Bonnen-Stiftung diese Handreichung neu auflegen können.

„Mit dieser Handreichung geben wir Schulen und Trägern der Jugendarbeit Informationen an die Hand, die im ersten Teil Hintergrundinformationen zur Thematik von Ess-Störungen und deren Ursachen liefern. Der zweite Teil enthält konkretes Arbeitsmaterial zu Themen der Prävention bei Ess-Störungen und Informationsblätter für Mädchen und Jungen auf kopierfährigen Arbeitsblättern.“ erklärt Marianne Tjarks von der Frauenberatung.

Saskia Kamp bestärkt dies: „Literatur- und Medienhinweise sowie Adressen von Anlaufstellen bei Ess-Störungen in der Region rundum Verden komplettieren die Broschüre. Sie dient der Sensibilisierung für die Problematik des gestörten Ess- und Ernährungsverhaltens, des eigenen Körperbildes und bietet unterstützende Hilfe für Lehrkräfte und sonstigen Pädagogen, die mit Jugendliche arbeiten.“

Wer bestimmt hier eigentlich, was schön ist? Broschüre zu Essstörungen. Neuauflage. Die Broschüre umfasst 50 Seiten, die Hälfte davon sind kopierbare Arbeitsblätter für Schule und Projekte der Jugendarbeit. Der Kostenbeitrag für die Broschüre beträgt 10€ zuzüglich Versandkosten.

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