Erste bundesweite Kampagen: Gewalt gegen Lesben und transidenten Menschen

Erste quantitative Studie zu Gewaltbetroffenheit und Mehrfachdiskriminierungserfahrungen von lesbischen, bisexuellen Frauen und transidenten Menschen.  Die Lesbenberatung Berlin freut sich sehr, dass die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin (DKLB-Stiftung) und die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) die Kampagne zu Gewaltbetroffenheit und Diskriminierungserfahrungen von lesbischen, bisexuellen Frauen und transidenten Menschen fördern. Damit wird das Signal gesendet, dass Frauen-, Lesben- und Trans*-Belange weiterhin im Fokus bleiben und nicht unter Schwuleninteressen subsumiert werden.

Ziel der Kampagne ist es, durch eine quantitative Untersuchung, die durch qualitative Interviews ergänzt wird, Daten zu Häufigkeit, Art und Ursache von Gewalt gegen Lesben, bisexuelle Frauen und Trans* zu erheben. Ein besonderer Schwerpunkt der Befragung wird auf die merkmalsübergreifende Diskriminierung, sprich die Mehrfachdiskriminierung, gelegt. Im Fokus stehen dabei vor allem die Dimensionen Rassismus, Transphobie, Homophobie, Behindertenfeindlichkeit und Sexismus. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Mehrfachdiskriminierungsthematik soll dabei auch in die verschiedenen LBT-Communities rückgekoppelt werden.

Die Kampagnenschwerpunkte sind:

  1. die Datenlage bezüglich Diskriminierungs- und gewalterfahrungen lesbischer, bisexueller Frauen und Trans* zu verbessern,
  2. die verschiedenen LBT-Communities in eine Auseinandersetzung mit eigenen Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen, sowie eigenen diskriminierenden Handlungen einzubeziehen,
  3. mit den Ergebnissen politische und gesellschaftliche Impulse für eine angemessene Präventions- und Beratungsarbeit zu setzen.

Die Kampagne wird vom Antidiskriminierungs- und Antigewaltarbeitsbereich der Lesbenberatung, „LesMigraS“ durchgeführt.
Die wissenschaftliche Durchführung der Studie findet durch Prof. Dr. Barbara Kavemann und Judy Gummich statt. Mit diesen Expertinnen holt sich die Lesbenberatung erfahrene Wissenschaftlerinnen und Antidiskriminierungsspezialistinnen in ihr Kampagnenteam.

Ansprechpartnerin bei Fragen und Anregungen ist Lisa Thaler, Tel. 030/ 21 91 50 90.

Geschäftsstelle

Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF)
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